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Eine Hochzeit unter Schweizer Palmen

Manchmal will man am liebsten zu Hause bleiben und nicht mit den Freund:innen in den Ausgang – warum es aber doch eine gute Idee sein kann, zeigt die Liebesgeschichte von Anthea und Onurcan. Im September letzten Jahres heirateten die beiden bei schönstem Wetter in Ascona und feierten im Kreis ihrer Gäste ihre Liebe.

An einem Abend vor neun Jahren begleiteten sie abends gemeinsame Freunde in den Ausgang. Während Onurcan noch dachte, Anthea wäre «out of his league» und sicher vergeben, fasste diese sich ein Herz und sprach ihn an. Schnell ergaben sich tiefe Gespräche, in denen die beiden auf einer Wellenlänge waren, und plötzlich machte auch das Ausgehen in den Bars von Zürich wieder Spass.

Für den Antrag in den Ferien in seiner Heimat, der Türkei, hatte Onurcan grosse Pläne mit dem Hotel geschmiedet. Wie es aber so häufig ist, lief der Antrag selbst dann doch nicht ganz nach Plan. Eigentlich sollte das Hotel den gebuchten Ferienbungalow direkt am Strand mit Blumen und einem schönen Zmorgen vorbereiten. Als die Vorbereitungen jedoch mehr Zeit in Anspruch nahmen, musste Onurcan kreativ werden und Anthea ablenken. Als dann ein Fotograf vom Hotel geschickt wurde, der gar nicht zum Verlobungsplan gehörte, musste Onurcan plötzlich ganz spontan sein. Mitten im Chaos kamen ihm aber zum Glück die richtigen Worte. Anthea schwärmt immer noch: «Genauso wollte ich es, dass er nicht nur fragt, ob ich ihn heiraten will, sondern dazu noch etwas Persönliches sagt. Es hat so gut zu uns gepasst, ganz intim, nur zu zweit.» Onurcan fügt noch hinzu: «Ich war zuerst ein wenig genervt, dass der Fotograf nicht gehen wollte. Ich bin eigentlich nicht der grosse Planer, es hat also sehr gut zu mir gepasst, dass ich spontan sein musste.»

Eine besondere Verlobungsfeier 
Besonders bei ihrer Verlobungsfeier flossen die Kulturen der beiden zusammen. Als Italienerin mit Wurzeln in Sizilien wünschte sich Anthea eine typische Feier mit ihren Liebsten. Dazu kamen dann noch die Rituale und Traditionen aus Onurcans türkischer Heimat, wobei vor allem der traditionelle Ringtausch im Zentrum stand. Beim sogenannten «Söz kesme» tauschen die Verlobten Ringe aus, die mit einem roten Band verbunden sind. Wenn dieses Band von einem Familienmitglied durchschnitten worden ist, ist die Verlobung besiegelt und das Paar für immer verbunden. Vor der Hochzeit gab es neben einem typischen Junggesell: innenabschied, den die jeweiligen Freundesgruppen für Anthea und Onurcan organisiert haben, auch den traditionellen Henna-Abend für die zukünftige Braut. Organisiert haben den Abend die Mutter, Tante und Schwester von Onurcan. «Es war ein wunderschöner Abend mit besonderen Kleidern und Tänzen», erzählt die Braut. Höhepunkt des Abends sind das Bedecken der Braut mit einem roten Schleier sowie das Auftragen des Hennas durch eine glücklich verheiratete Frau.

Gemeinsame Planung
Um voller Inspiration in die Hochzeitsplanung zu starten, ging Anthea mit ihrer Mama in Zürich auf eine Hochzeitsmesse, wo sie Trauredner und Tätschmeister Jan Euskirchen von Liebe Hoch2 Weddings kennenlernte. Besonders bei der Suche nach der passenden Location sowie der weiteren Planung war dieser ihnen eine grosse Unterstützung. Bei der Wahl der Dienstleister:innen war für Anthea und Onurcan besonders wichtig, dass diese ihre Ideen genau umsetzen können. Dafür hatte die zukünftige Braut ein Pinterest- Board mit all ihren Ideen erstellt, sie betont jedoch: «Für mich war es sehr wichtig, dass Onurcan alles mitentscheidet. Zum Glück haben wir einen ähnlichen Geschmack und konnten ganz einfach alles zusammen planen.»

«Von Anfang an war für uns klar, dass wir eine kleine Hochzeit möchten, obwohl in unseren beiden Kulturen grosse Feiern typisch sind. Wir wollten eine intime Zeremonie und eine schlichte, elegante und romantische Hochzeit», erzählt Anthea über ihre Hochzeit. Bei der Hochzeitslocation gab es Überlegungen, ob sie in Italien oder der Türkei heiraten wollen. Am Ende war jedoch ein vorheriges Besichtigen der Orte wichtig für sie, weshalb die Wahl auf die Schweiz fiel. Zum Glück bot Ascona ihnen genau das Flair, das auch Italien oder die Türkei häufig bieten können: eine Hochzeit draussen im Grünen, unter Palmen und am Wasser. «Nach der Besichtigung wussten wir: Die Location in Ascona ist perfekt. Das Essen war köstlich und die Mitarbeitenden super freundlich. Am Ende haben alle Gäste geschwärmt, was wirklich selten ist», erzählen die beiden.

Eine Trauung voller Emotionen
Eine Woche nach ihrer standesamtlichen Trauung war es dann so weit, und Onurcan wartete im Garten der Delta Beach Lounge auf seine Zukünftige. «Das war das erste Mal, dass ich sie an dem Tag gesehen habe. Mir gingen in dem Augenblick so viele Bilder und Emotionen durch den Kopf: unser erstes Treffen, unser erster Kuss und viele schöne gemeinsame Erlebnisse – wie in einem Film. Sie war so bildschön, wie ein Engel», schwärmt Onurcan. Für Anthea war der Moment einer von grosser Freude: «Mein Bruder hat mich nach vorn gebracht, wir haben gelacht und ich war ganz entspannt. Ich wusste genau, das ist, was ich will.» Noch heute denkt Onurcan gerne an den Moment zurück, in dem er auf seine Braut gewartet hat. Besonders berührt hat ihn, dass sie zwei Stühle für ihren verstorbenen Vater und seine verstorbenen Grosseltern freigehalten haben. «Es war, als wären sie dabei gewesen. Das hat mir viel bedeutet, dass Antheas Vater so ein Teil der Hochzeit sein konnte», erzählt er. Auch für Anthea war die Zeremonie das Highlight des Tages: «Die gesamte Zeremonie und das, was Jan über unsere Liebe erzählt hat, war so schön. Es war besser, als ich es mir vorgestellt hatte.» Auch für sie war es sehr wichtig, dass ihr Trauredner eine persönliche und emotionale Rede hielt, weshalb sie ihm zuvor ausführlich ihre Geschichte erzählten. So ging es ganz um ihre Liebe und auch den Verlust von Antheas Vater band Trauredner Jan sehr gut in die Trauung ein. Beide sind sich einig: Sie würden es genauso wieder machen. Nur eine Sache würden sie ändern: Vor lauter Nervosität vergass Onurcan, seine Sonnenbrille während der Zeremonie auszuziehen. Zum Glück bemerkte es Anthea rechtzeitig, und so konnten sie sich beim Anstecken der Ringe in die Augen schauen.

Ein weiterer Höhepunkt war für die beiden die Stimmung unter den Gästen. Auch wenn sich viele der Eingeladenen zuvor nur flüchtig kannten, ver- standen sie sich auf Anhieb. Als die beiden von ihrem Paarshooting zurückkamen, war die Party dank des DJs bereits in vollem Gang und alle verstanden sich ausgezeichnet. Mit dem ausgezeichneten mediterranen Essen, den Reden ihrer Familie, klassischen Hochzeitsspielen und der Musik des DJs feierten sie bis in die Nacht hinein ausgelassen ihre Liebe.

Anthea und Onurcans Tipps 
Wir waren sehr glücklich mit unseren Dienstleister:innen. Unser Tipp Nummer eins ist deshalb: Arbeitet mit Leuten zusammen, die euch ein gutes Gefühl geben und bei denen ihr wisst, dass sie eure Vorstellungen genau umsetzen können. Dann seid ihr entspannt und könnt den Hochzeitstag viel mehr geniessen. Hört auf euer Bauchgefühl und holt euch am besten mehrere Möglichkeiten und Angebote ein, damit ihr am Tag selbst das für euch passende Dienstleister:innen- Team habt. Das Wichtigste bleibt: Geniesst den Moment und nehmt euch auch für kurze Gespräche Zeit, denn der Tag vergeht wie im Flug.

Dienstleister:innen:

Fotografie: Simone Zanni, @simonezannifotografo
Federico Treggiari, @federico_3g

Brautkleid: Eddy K, gekauft bei Chez Janine

Brautschuhe: Steve Madden

Brautschmuck: Geschenk von Oma zur Geburt

Hochzeitsanzug: Joop, gekauft bei Outlet Kreuzlingen

Schuhe: Kazar Studio

Trauringe: Rhomberg, @rhomberg_schmuck

Wedding Planner/Trauredner/Tätschmeister: Jan Euskirchen (Liebe Hoch2 Weddings), @wedding.switzerland.italy

Floristin/Deko/Plakate: Miss Deco, @miss.deco

Torte: Al Porto Ascona, @al_porto_confiserie

Make-up-Artist: Oriana Curti, @weddingbyjoy

Hairstylistin: Sabrina Lombardo-Mancarella, @bucher_hair_style

Musik: DJ Swissivory (SwissDJ), @swissivoryrealdreams

Location: Delta Beach Lounge, @deltabeachlounge

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