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Die Erfüllung eines Traums

Seit sie klein war, hatte Rhea eine genaue Vorstellung, wie ihre Hochzeit aussehen soll. Dass es am Ende noch perfekter wurde als in ihrer Vorstellung, hätte sie sich nicht erträumen lassen. Besonders, dass ihr Bruder Noah sie und Roman traute, machte die Zeremonie zu einem emotionalen und persönlichen Moment, den die beiden nie vergessen werden.

Eigentlich hätten die beiden sich schon früher kennenlernen können, lebten sie 2018 doch nur 500 m auseinander und gehörten demselben Freundeskreis an. Doch wie es das Leben will, brachten erst das Zürcher Oktoberfest und etwas Mut von Roman die beiden zusammen. Bereits beim ersten Gespräch funkte es, und als Roman sie nach Hause begleitete, fragte er endlich nach ihrer Nummer.

Schon kurze Zeit später wusste Rhea, dass Roman der Richtige ist. Für sie war es sehr wichtig, dass er ihr einen traditionellen Antrag auf Knien macht und vor allem ihre Eltern zuvor um ihre Hand bittet. Zum Glück hat sie ihm diese Erwartungen auch sehr klar kommuniziert, denn Silvester 2024 schlug Rhea ihm vor, dass eine Verlobung doch der perfekte Jahresvorsatz für ihn wäre. Was sie nicht wusste: Roman hatte zu diesem Zeitpunkt bereits ihre Eltern um Erlaubnis gebeten und den Ring für die grosse Frage bestellt.

Der richtige Zeitpunkt 
Für Roman begann das Jahr mit der Suche nach dem perfekten Zeitpunkt für den Antrag. Ab März hatten die beiden eine mehrwöchige Asienreise geplant – da hätte es bestimmt 100 schöne Sonnenuntergänge gegeben. Bis zur grossen Frage wäre Roman aber so nervös gewesen, dass er die Reise nicht hätte geniessen können und er ist sicher: «Rhea hätte bestimmt an jedem schönen Strand gedacht: Jetzt ist es soweit.» Deshalb bereitete er eine Woche vor der Abreise ihre Dachterrasse mit Kerzen, Rosenblättern und Prosecco vor, und lockte die ahnungslose Rhea an einem Montagabend auf die Terrasse. «Es hat perfekt zu uns gepasst. Einfach in den eigenen vier Wänden, so konnte man alle Emotionen zeigen und den Moment geniessen», erzählt sie strahlend.

Bei der Planung war Rhea vor allem eins wichtig: ihre Hochzeit soll genauso werden, wie sie es sich immer vorgestellt hatte. Gemeinsam mit ihren Dienstleister: innen setzte Rhea die Inspiration für eine klassische, elegante Hochzeit, mit bunten Blumen als Farbklecks, um, die sie vorher auf Pinterest visualisiert hatte. Am Ende ging es beiden jedoch vor allem darum, ihre Liebe mit ihrer Familie zu feiern. Rhea meint heute: «Man hat diese Idealvorstellung, aber am Ende wird der Tag sowieso perfekt, weil es unser Tag ist.»

Besondere Momente
Für ihre zivile Trauung, genau ein Monat vor der grossen Feier mit 80 Gästen, hatten die beiden sich etwas Besonderes überlegt: Sie gaben ihrer Wedding Party ein Budget, um im Anschluss etwas Schönes zu organisieren. Deshalb ging es nach der Trauung zu einem Dinner, das von einem privaten Koch gezaubert wurde, und sie verbrachten einen schönen Abend mit ihren Freund:innen. Bereits am Morgen ihrer freien Trauung stand schon das erste Highlight an: den First Look und das Lesen der Gelübde machten die beiden nur zu zweit, bevor sie zum Gasthaus Schupfen fuhren. «Sie sah so wunderschön aus. Es war ein unglaublich emotionaler Moment. Ich dachte nur, dass es gar nicht mehr besser werden kann, und dann sah ich sie bei der freien Zeremonie auf mich zulaufen», schwärmt Roman. Rhea fügt strahlend hinzu: «Ich wusste gar nicht, dass er so loslassen kann, er ist sonst immer so ausgeglichen. Das hat mich auch sehr emotional gemacht, dass die Liebe meines Lebens so besonders auf mich reagiert.»

Ein ganz besonderer Trauredner
Der Höhepunkt war für die beiden die Zeremonie, die Rheas Bruder Noah hielt. Dieser ist in den USA als offizieller Trauredner zertifiziert und hat die beiden in einer persönlichen Rede getraut. Hierfür haben die beiden ihm zuvor ihre Liebesgeschichte erzählt und ihm dann komplette inhaltliche Freiheit gelassen, weil er sie so gut kennt. So wurde es eine ganz persönliche Rede, bei der ein Teil für Rhea besonders berührend war: «Irgendwann sagte mein Bruder, dass alle Anwesenden einen Teil zum Schutz unserer Ehe beitragen sollen und solange sie leben, diese durch ihre Freundschaft und Liebe unterstützen sollen. Mir hat der Gedanke so viel bedeutet, dass die Ehe zwischen uns als etwas schützenswertes hervorgehoben wird, und Freund:innen und die Familie nicht nur an guten Tagen hinter dieser stehen, sondern eben auch an den Tiefpunkten. Dieser Zusammenhalt für unsere Liebe hat sich in dem Moment wunderschön angefühlt.»

Amerika trifft auf die Schweiz
Noah hielt die Rede zudem sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch, da viele der Gäste von Rheas Seite aus den USA kommen. «Uns war wichtig, dass alle ein Teil der Hochzeit sind und auch die Zeremonie hat das widergespiegelt », sagt Roman. Ihre Hochzeit beschreiben die beiden als perfekte Mischung zwischen amerikanischen und Schweizer Traditionen. Sie wollten das Lockere der amerikanischen Hochzeit haben, was sich vor allem in der Zeremonie zeigte: Roman brachte zuerst beide Mamas zum Altar, wo sich dann jeweils ihre Bridal und Grooms Parties aufgestellt haben. Dann wurde Rhea von ihrem Vater zum Altar geführt, ein weiterer Teil ihrer Traumhochzeit aus Kindertagen. Wie in den USA typisch, dauerte die Zeremonie nur etwa 20 Minuten und die beiden standen die ganze Zeit vor Rheas Bruder. Dafür war das Essen klassisch schweizerisch: Zwischen der Zeremonie und dem grossen Dinner gab es einen Aperó und beim Dinner wurden feine Schweizer Speisen serviert.

Ein emotionales Highlight des Tages waren die Reden, die ihre Gäste als Überraschung für Rhea und Roman hielten. «Es gibt nichts Schöneres als Freund:innen, die dir ihr Herz ausschütten und sagen, wie sehr sich dich lieben und dir Glück wünschen. Es war ein Raum voll Liebe und Glück», schwärmt Rhea. Für Roman war vor allem der Gedanke, dass es wahrscheinlich nie wieder ein Fest geben wird, wo alle so für einen zusammenkommen, sehr bedeutend. Deshalb war den beiden umso wichtiger, dass eine tolle Stimmung herrscht. Für den ersten Tanz machten sie aus diesem Grund nicht nur einen Tanzkurs, sondern bezogen auch ihre Wedding Party ein, weil sie ihren Gästen etwas bieten wollten. «Wir hatten so Spass beim Tanzkurs und haben jedes Mal kleine Dates draus gemacht. Das hat einfach eine super Stimmung in die Hochzeitsplanung gebracht», erzählt Rhea. Am Ende ging die Feier auf der Tanzfläche bis spät in die Nacht, und alle Gäste blieben bis zum letzten Moment, um die Liebe von Rhea und Roman zu feiern. Für Rhea und Roman war ihr Hochzeitstag wirklich ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist.

Rhea & Romans Tipps: Ganz wichtig ist es, die Location früh zu buchen. Wir dachten, wir wären früh genug, haben aber bereits 1,5 Jahre im Voraus gemerkt, dass kaum noch Termine frei waren. Ausserdem hatten wir anstelle eines Gästebuchs ein Telefon, das die Botschaften unserer Gäste aufgenommen hat. Das war toll, denn man hört die Emotionen und natürlich die Feier im Hintergrund, das transportiert uns beim Anhören immer wieder zurück an den Tag der Hochzeit. Anstelle einer Fotobox hatten wir Einmalkameras auf den Tischen, die die Gäste auch mit auf die Tanzfläche genommen haben. Es war eine schöne Überraschung, die Bilder nach der Feier zu entwickeln und Momente zu sehen, die während der Feier vielleicht untergegangen sind.

Fotografie: JAYPEG PHOTO & FILM, @jaypeg.photoandfilm, jaypeg.ch 
Second Shooter: Julie Troxler, @julietroxler.ch
Trauringe: mojo design, @mojo_design_switzerland
Floraldesign: Blumenlaube, @blumenlaube
Haare & Make-Up: Nadine Pachler, @nadine_makeup_hair
Musik: DJ Wedding, @junus.celebi
Location: Gasthaus Schupfen, @gasthausschupfen

 

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