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Zwischen Wüstensand und Meeresrauschen

Die Wintermonate in Zürich sind kalt und häufig grau, deshalb entfliehen Berfin und Dein gerne nach Dubai. So wurde die Stadt zum Ort ihrer Liebe – hier haben sie sich verlobt und ihre Hochzeit im Februar letzten Jahres vor der atemberaubenden Kulisse aus Meer und Wüste gefeiert. 

 

Es begann alles an einem Tag im Sommer 2018, als Berfin und Dein sich in Zürich bei einem Event kennenlernten und auf Anhieb gut verstanden. Danach hatten sie über ein Jahr keinen Kontakt mehr, doch als sie sich im Sommer darauf wieder trafen, sprangen umso schneller die Funken über. Schon bald zog Berfin mit immer mehr Kleidungsstücken bei Dein ein und verwandelte seine Junggesellenwohnung Schritt für Schritt in ein Heim für die beiden. Vier Jahre später hielt Dein auf einem Rooftop in Dubai, hoch über den Dächern der Metropole zwischen Wüste und Meer, im Januar 2024 um ihre Hand an. 


 

Eine Überraschung im Urlaub

«Wir wollten es spontan und stressfrei halten», sagen die beiden über ihre standesamtliche Heirat. Ursprünglich war die Reise nach Sardinien nur ein gemeinsamer Urlaub mit zwei befreundeten Paaren. Einen Monat vor Abreise beschlossen sie jedoch, dort standesamtlich zu heiraten. Erst am Flughafen von Cagliari offenbarten Berfin und Dein ihre Pläne. «Die Frauen waren etwas nervös, dass sie nichts Passendes dabeihätten, aber wir wollten es ja absichtlich locker halten», erzählt Berfin, und schwärmt von ihrer perfekten, spontanen Ziviltrauung. Mit dem strahlend blauen Kleid und dem hellen Anzug brachten die beiden auch mit ihrer Kleidung das «Dolce Vita» in den Palazzo Civico di Cagliari. Neben dem Termin im Standesamt hatten die beiden vor Ort nur einen Fotografen organisiert, um die Erinnerungen des Tages festzuhalten und später teilen zu können. Im Anschluss fanden sie ein schönes Restaurant direkt am Strand und liessen dort mit ihren Freunden den Abend ausklingen – definitiv eine gelungene Überraschung. 


 

Die Wüste – ein ganz besonderer Ort 

Anstelle eines Polterabends überlegten die beiden sich etwas ganz Besonderes: Am Tag vor ihrer Hochzeit luden sie ihre Freund:innen und Familien in die Wüste Dubais ein. «Die Gruppe, die an einer Hochzeit zusammenkommt, hat sich davor noch nie auf diese Art getroffen. Damit alle gemeinsam ausgelassen feiern und sich wohlfühlen können, war uns das Zusammenbringen der Gruppe in der Wüste sehr wichtig – und am Ende war es ein ganz besonderer Moment, den wir unseren Gästen schenken konnten», sagt Dein über die Idee. Sie organisierten eine Autotour durch die Dünen, Sand-Surfing und ein grosses arabisches Fest mit authentischem Essen. 

Auch für die türkische Familie von Berfin war Dubai ein guter Ort für die Hochzeit, da es nur etwa drei Stunden Flugzeit für sie bedeutete. «Natürlich hätte es vor allem meinem Vater gefallen, wenn wir in der Türkei geheiratet hätten, aber als wir die Preise und das Wetter verglichen haben, fiel unsere Wahl auf Dubai», sagt Berfin. Die Planung begannen sie erst vier Monate vor der Hochzeit mit einer Reise, um nach geeigneten Locations zu suchen. «Im Nachhinein hätten wir nicht alles so kurzfristig organisieren sollen, aber wir sind leider ein bisschen chaotisch», meint Berfin lachend. Ein Vorteil war das Hochzeitspaket, dass das Hotel, in dem sie gefeiert haben, anbietet. Es wurde an alles gedacht, vom Essen bis zur Organisation am grossen Tag. Auch die Hochzeitplanerin fanden sie über die Location, die vor allem die Dekoration organisiert hat. «Am Anfang war ich skeptisch, weil sie jeder Idee zugestimmt hat. Das erschien mir zu gut, um wahr zu sein. Am Ende hat sie jeden unserer Wünsche erfüllt und meine Traumdeko aus weissen Hortensien und Rosen kreiert», schwärmt Berfin. 

 


Berfins Kleiderträume

Besonders wichtig waren für Berfin ihre Kleider, die sie alle drei selbst entworfen hat, und die sie in der Türkei massschneidern liess. «Ich heirate nur einmal und dann möchte ich mich an dem Tag auch schön fühlen», sagt die Zürcherin und schwärmt von ihren Kleidern, die sie zur Zeremonie, zum ersten Tanz und zur anschliessenden Feier wechselte. Beim letzten dieser Wechsel wartete Berfin auf ihre Friseurin, die im Stau stand. Deshalb sass die Braut in der ruhigen Lobby, abseits des Trubels, und als die Aufregung des Tages von ihr abfiel, schlief sie kurzerhand ein. Zum Glück kam ihre Friseurin kurze Zeit später und weckte sie auf – die Feier konnte weitergehen.

Zum Ablauf der Hochzeit gehörte auch das gemeinsame Getting-Ready mit ihren Freundinnen. Es war aber auch noch jemand anderes beim Herrichten für die Zeremonie dabei: Dein. Am Morgen der Hochzeit war das Paar sehr nervös und einiges ging schief. Der Tag begann bereits mit einem Fleck auf einem von Berfins Kleidern, und ein anderes war nicht so geschneidert worden, wie sie es sich vorgestellt hatte. Zum Glück konnte noch am Morgen ein Schneider gefunden werden. Als am Ende die Corsage ihres Kleids auch noch schwierig zu binden war, war zum Glück Dein zur Stelle. Der Bräutigam sagt dazu nur lachend: «Es ist gut, dass das Fertigmachen bei uns Männern so schnell geht, so konnte ich Berfin helfen und die Zeremonie nur mit leichter Verspätung beginnen.»

Diese begann dann mit einem beinahe filmreifen Moment: Als Berfin mit ihrem Vater auf die blumengeschmückte Terrasse des Hotels tritt, ergreift der Wind ihren Schleier und weht ihn weg. Ihr Vater versuchte ihn noch zu fangen, aber Berfin genoss diesen Moment der Imperfektion und entschied sich, einfach weiterzulaufen. Für das Paar war dieser Moment eines der Highlights, für Berfin die Emotionalität, mit ihrem Vater vorzulaufen, und für Dein der erste «offizielle» Blick auf seine Zukünftige. Vor der Kulisse des Persischen Golfs gaben die beiden sich das Ja-Wort und steckten sich ihre Ringe an. Eine Herausforderung war es, eine deutschsprachige Offiziantin in Dubai zu finden, aber auch hier war das Hotel hilfreich. Diese erzählte die Liebesgeschichte der beiden, während sie sich ihre Gelübde ganz privat bereits im Voraus vorgelesen hatten. «So bleiben die Worte nur zwischen uns und sind etwas ganz Besonderes», sagt Berfin lächelnd. 

Ihren ersten Tanz performten die beiden nach nur einer gemeinsamen Tanzstunde, in der sie eine kleine Choreo erarbeitet hatten, die Berfin am Tag selbst jedoch nicht mehr so gut gefiel. Dein wollte jedoch mehr als nur «Hin und Herwiegen» und so improvisierten die beiden Teile der einstudierten Choreo, heute ist es eine ihrer liebsten Erinnerungen. Für Dein sind dies auch der Tanz mit seiner Mutter und der Überraschungsgesang eines Kollegen. Für die Feier und die Hauptunterhaltung des Tages suchten die beiden einen DJ auf Instagram, der ihren Musikmix spielte. Dein betont: «Was eine Hochzeit ausmacht, sind die Leute und die Stimmung», und in ihrem Umfeld hat beides gepasst. Irgendwann bildete sich auf der Tanzfläche eine Art Dance-Battle-Kreis, indem alle tanzten, egal welchen Alters. «Es war besonders schön, auch meine Tante und meinen Onkel tanzen zu sehen, und dass alle gemeinsam gefeiert haben», schwärmt Berfin. 

Für die beiden waren vor allem die Tage vor und nach der Zeremonie das eigentliche Highlight. Besonders das erste Kennenlernen der Hochzeitsgesellschaft in der Wüste war ein einmaliges Erlebnis für das Paar. Dein sagt am Ende noch: «Für mich waren beide Feiern, standesamtlich auf Sardinien und die Hochzeit in Dubai, einzigartig. Bei beiden haben wir mit Leuten gefeiert, die wir lieben, und es war wirklich schön, diese Gruppe zusammenzubringen.» 

 


Berfin und Deins Tipps für eine Destination Wedding

Dubai ist für eine Destination Wedding ein guter Ort: Die Stadt hat einen grossen Dienstleistungssektor und zieht die besten Make-up-Künstler:innen und Haar-Stylist:innen an. Dadurch kann sehr kurzfristig auf Probleme reagiert werden – Flexibilität, die man laut Berfin braucht: «Das gibt dir mehr Entspannung, wenn selbst bei kurzfristigen Änderungen nicht gleich die ganze Hochzeit in Gefahr ist.» Ausserdem fanden die beiden das Hochzeitspaket des Hotels unschlagbar. Im Nachhinein würde Berfin sich mehr Zeit für die Planung lassen und sich nicht so häufig umentscheiden. Das hat sie vor allem bei den Kleidern gemerkt: «Ich habe viel zu viele Kleider anprobiert, wodurch das Entscheiden am Ende schwerfiel. Nehmt unbedingt das erste Kleid, das ihr schön findet, und in dem ihr euch wohlfühlt.» Am Ende haben die beiden noch einen letzten Tipp: eine:n gute:n Fotograf:in. «Der Tag geht so schnell vorbei, und so hat man die Möglichkeit, Momente zu sehen, die man selbst vielleicht verpasst hat. Und es sind Erinnerungen, die für immer bleiben, und die man irgendwann einmal mit seinen Kindern teilen kann.»

 

 

Fotografie: AM Production, @amproduction.me
Hochzeitsplanerin, Floristik, Torte: Haya Ghanem, @gh.haya30
Musik: Sherwin Norman (DJ Ray), @djraydubai
Brautkleid (Standesamt): Roberto Cavalli, gekauft bei Trois Pommes Zürich, @shop_troispommes_thestores
Brautkleider (freie Trauung): selbst entworfen mit MCTM Fashion, @mc_tm__fashion_innovations
Anzug: Black Amber Menswear DIFC Dubai, @blackamberdubai
Uhr: Cartier, @cartier
Haare & Make-Up: Alina, @promakeupartist_dubai
Standesamt: Palazzo Civico di Cagliari, Sardinien, @comunecagliariufficiale
Restaurant Sardinien: Antica Cagliari Lungomare Terazza, @anticacagliari
Location Dubai: Li Brasil Restaurant im Address Beach Resort, JBR, Dubai, 
@addressbeachresort
Location Verlobung Dubai: Cloudd 22, Atlantis The Royal, Dubai, @atlantisthepalm

 

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